Neiner, Valentin Johannes. Austria Ventosa, Haud Venenosa. Das ist: Oesterreich Lüfftig Nicht Gifftig In dem Göttlichen Höchstbeglückten Ost-Wind Des Heiligen Geistes [...].

Wien, Christoph Lercher, (1711).

(12) SS. Buntpapier-Heftstreifen am Rücken. 4to.

 350.00

Erste Ausgabe der Predigt des berühmten Barockpriesters und Moralsatirikers Neiner, eine Anspielung auf das damals verbreitete Sprichwort: "Austria ventosa, aut venenosa": Neiner referiert die Bedeutung der göttlichen Winde in der Heiligen Schrift und bei den Kirchenvätern und folgert über den Ostwind: "Es bleibt dabey, der Wind ist ein Göttlicher Werckzeug, ein Werckzeug des Zorns, und ein Werckzeug der Gnad, unserm werten und andächtigen Oesterreich aber allerzeitersprießlich, dann durch den Wind wird unser Lufft gereinigt, damit selb nicht in eine Fäule gerathe, und hierdurch Menschen und Vieh in erbärmliches Elend stürtze [...]".

Durchgehend etwas gebräunt; am Titel alte hs. Numerierung.

Nicht bei Welzig. Zu Lercher vgl. Durstmüller I, 120.

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