Schäfer(-Dittmar), Wilhelm, Schriftsteller und Redakteur (1868-1952). 1 eigenh. Postkarte mit U. sowie eine gedr. Postkarte.

Sommerhalde, 1949-1951.

2 SS. Qu.-8vo.

 80.00

1949 schreibt Schäfer noch getrost an Josef Wesely: "Herzlichen Dank für Ihre feundliche Gratulationskarte. Sie sehen, ich lebe mit meinen 81 Jahren immer noch! Ich produziere auch noch, aber leider ist der Verlagsbuchhandel mitten drin in einer schweren Krise, unter der wir Schriftsteller auch zu leiden haben." 1951, knapp ein Jahr vor seinem Tod findet sich eine von Blanche Schäfer gedruckte Karte: "Wilhelm Schäfer ist schwer erkrankt, kann weder Briefe schreiben und lesen." - Nach dem Besuch des Lehrerseminars, der Tätigkeit als Volksschullehrer und einem absolvierten Stipendium des Cotta-Verlages, das ihn in die Schweiz und nach Paris führte, ließ sich der als Sohn eines Landwirts geborene Schäfer 1889 in Berlin als freier Schriftsteller nieder, wo er u. a. freundschaftliche Kontakte zu Richard Dehmel und Paul Scheerbart pflegte. Von 1900-1923 gab er die Zeitschrift "Die Rheinlande" heraus. Sein wohl bekanntestes Werk ist der Roman "Der Hauptmann von Köpenick" (1930); 1941 wurde ihm der Goethe-Preis der Stadt Frankfurt verliehen. Vgl. auch Kosch III, 2401f.

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