Reitler, Josef, Musikkritiker (1883-1948). Eigenh. Brief mit U.

Wien, o. D.

½ S. 8vo. Auf Briefpapier der Neuen Freien Presse.

 250.00

"Verehrter Freund, Herzlichen Dank für Ihre überschwänglichen Lobesworte und Samstag spätestens um ½ 8 IV. Schäffergasse 13a Thür 7 (mit dem 63er Wagen bis Ecke Pressgasse und Margarethenstraße) [...]".

Reitler wirkte nach privatem Studium von Geige und Klavier in Wien sowie Musiktheorie bei Arnold Schönberg in Berlin (1902-05) zunächst als Musik- und Theaterkorrespondent für die Berliner Vossische Zeitung in Paris, anschließend war er als Redakteur und Musikkritiker für die Neue Freie Presse in Wien tätig, nach der Emigration Julius Korngolds als deren Hauptmusikreferent. 1915 wurde er zum Direktor des Neuen Wiener Konservatoriums ernannt, 1920 gehörte er gemeinsam mit Hugo von Hofmannsthal, Max Reinhardt und Richard Strauss zu den Begründern der Salzburger Festspiele. 1938 musste Reitler in die USA emigrieren, wo er von 1940 bis 1945 das Opera Department des New York College of Music leitete. Am New York Hunter College, an welchem er Harmonielehre und Kontrapunkt unterrichtete, gründete er 1945 schließlich einen "Opera Workshop".

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