Gräflinger, Franz, Musikschriftsteller (1876-1962). Eigenh. Brief mit U.

Linz, 9. VIII. 1911.

4 SS. auf Doppelblatt. 8vo.

 350.00

An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Wenn ich Sie hier hätte, möchte ich Ihnen um den Hals fallen! Soeben komme ich von Dr. Görner, der mir Ihre goldenen Worte im 'Fremdenblatt' vorlegte. Er ist eines Sinnes mit Ihnen [...] Bis jetzt erschienen nur günstige Besprechungen [...] Nur Herr Bräuner hat mich in der Ob. Öst. Lehrer Ztg (vielleicht erhalten Sie die Nr) gründlich 'ausgehoben'. Er ist ja mit unter den fünfen des Boykott-Komitees. Und die Widersprüche, die er mir vorwirft, treffen nicht zu [...]".

Zunächst Sängerknabe am Linzer Dom, wurde Gräflinger an sieben Instrumenten ausgebildet und war Privatschüler verschiedener Kapellmeister. Später als Volksschullehrer und Chormeister sowie für den Rechnungsdienst der Stadtgemeinde Linz tätig, war er seit 1900 nebenberuflich Musikkritiker und Musikschriftsteller für die "Amtliche Linzerzeitung" und verschiedener Tages- und Fachblätter im In- und Ausland. "Gräflinger gehörte zu den Begründern des Brucknerbundes, der Internationalen Brucknergesellschaft und der Bruckner-Wochen in Linz-St. Florian. Er veröffentlichte u. a. Anton Bruckner. Sein Leben und seine Werke (1820) und komponierte Lieder, Chöre und Sonaten" (DBE).

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