Bahr, Hermann, Schriftsteller (1863-1934). Eigenh. Brief mit U.

Wien, 28. III. 1901.

1 S. 8vo. Mit eh. Adresse (Faltbrief).

 120.00

An den Schriftsteller Oskar Friedmann (1872-1929): "1) Format, am liebsten genau wie 'Tod des Tizian', den Sie wohl zur Hand haben. 2) Umschlag, genau wie beim 'Tod des Tizian', in genau demselben Grau, aber die Schrift darauf in rein u. hell gelben Lettern. 3) gegen Beigabe von Reproductionen (die man überdies in jeder illustrierten Zeitung gesehen hat) bin ich absolut a) weil sie schlecht sind u. keinen Begriff von den Bildern geben, keinen geben können, weil die Farbe selbst und die Verkleinerung die Verhältnisse ganz falsch erscheinen lassen muss; b) weil sie uns aufhalten und es mir hier auf jeden Tag, jeden halben Tag ankommt; c) weil es marktschreierisch wäre […]".

Seit 1890 war Bahr Redakteur der "Berliner Freien Bühne", nach dem Umzug nach Wien 1891 Redakteur verschiedener Periodika und Feuilletonleiter der Wochenschrift "Die Zeit" (1894-99). Bahr führte zeitweilig Regie am Deutschen Theater (1906) und war als Dramaturg am Burgtheater tätig (1918); seit 1912 lebte er in Salzburg, von 1922 an in München. Er war Kritiker, Essayist, Erzähler und Lustspieldichter (u.a. Das Konzert, 1910).

Oskar Friedmann gründete er im Herbst 1899 den Wiener Verlag, den er 1903 an Fritz Freund verkaufte.