Sigismund II. August, König von Polen (1520-1572). Schriftstück mit eigenh. U.

Petrikovice (Petersdorf), 31. III. 1565.

½ S. Folio (310:400 mm). Kalligraphie. Mit papierged. Siegel und Adresse verso.

 3,500.00

An Kaiser Maximilian II., in Bezug auf die Verhandlungen zur Freilassung von Christoph Herzog zu Mecklenburg (1537-92): "Existimamus nos nulli rei, quae in nobis sita esset, defuisse ut postulatis M[aies]t[a]t[i]s vestrae de liberando Duce Christophero Megapolen[sis], quantum in nobis esset satisfaceremus. Quod ipsum ne antea quidem unquam desiderari a nobis passi sumus [...]".

Die Wahl Christophs als Koadjutor des Erzbischofs von Riga, des Wilhelm von Brandenburg-Ansbach-Kulmbach, war umstritten und führte zu seiner Verhaftung. Später als Koadjutor anerkannt, kam es nach Wilhelms Tod 1563 zu weiteren Auseinandersetzungen mit Polen; Christoph wurde erneut gefangengenommen und erst nach dem Verzicht auf seine Ansprüche als Nachfolger des Erzbischofs 1569 freigelassen.

Mit kl. parallelen Einschnitten durch Briefverschluss und Spuren alter Faltung. Gering braunfleckig.

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