Böhlau, Helene, Schriftstellerin (1856-1940). Eigenh. Brief mit U. ("Helene Böhlau al-Raschid").

O. O., 18. XI. 1907.

1¼ SS. 8vo.

 150.00

An eine Dame: "In diesen Tagen lese ich zum ersten Mal Ihr Buch 'Die Stimme'. Ich war viele Monate sehr krank, habe nichts lesen können und bin auf diese Weise um Ihren Besuch gekommen, der mich von ganzem Herzen interessirt hätte. Sie wissen was Liebe [i]st! Sie haben die zarte lebendige leuchtende Stimme von Liebe zu reden. Ja, Sie haben geliebt! [...]".

Die Tochter des Verlegers Hermann Böhlau veröffentlichte seit 1882 Novellen und Romane. "Auf einer Orientreise lernte sie den Architekten und Privatgelehrten Friedrich Arndt kennen, der - um sie 1886 in zweiter Ehe heiraten zu können - vom jüdischen Glauben zum Islam übertrat und sich Omar al-Raschid Bey nannte. Das Paar lebte eine zeitlang in Konstantinopel, später in München" (DBE). Bekannt wurde Helene Böhlau wurde durch humorvolle Geschichten aus der Altweimarer Vergangenheit ("Ratsmädelgeschichten", 1888) sowie durch vom Naturalismus beeinflußte gesellschaftskritische Romane ("Das Recht der Mutter", 1896), "in denen sie sich nachhaltig für die Rechte der Frauen einsetzte. 1929 erschien eine Werkausgabe in neun Bänden" (ebd.).

Im linken Rand gelocht.

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