Grillparzer, Franz, österr. Schriftsteller (1791-1872). Eigenh. Brief mit U.

Wien, 10. VII. 1861.

1 S. auf Doppelblatt. Gr.-4to. Mit zwei Beilagen (s. u.).

 1,500.00

An den Hofschauspieler und Raimund-Freund Joseph (Karl) Schmidt (1797/98-1866) in Baden in Sachen einer Zimmerreservierung, die wegen Schlechtwetters erst später in Anspruch genommen werden könne: "Das gräuliche Wetter hindert mich, meiner Absicht gemäß, heute nach Baden hinaus zu kommen. Ich setze voraus, daß Sie so gütig waren, mir in dem Sperl-Hause ein Zimmer zu nehmen, wobei es dann unverbrüchlich zu bleiben hätte, und ich bei dem ersten leidlichen Tage sogleich mit Sack und Pack daselbst absteigen würde. Nur im verneinenden Falle bäte ich Ihrer Güte die Krone aufzusetzen, und mir durch ein paar briefliche Zeilen das Nicht-Gelingen unseres Planes zu wissen zu machen. Sie sehen, die Gefälligkeit hat ihre schlimmen Seiten [...]".

Eingangsstempel "Baden, 10. 7.". Mit kleiner grüner monogr. Verschlussmarke, kleinen Ausschnitten durch Brieföffnung bzw. Entfernung der Briefmarke im Gegenblatt und minimalen Randläsuren. Beiliegend eine Sammelkarte der von den Gebrüdern Singer geführten Japan-, China- und Indien-Importfirma "Au Mikado Wien" mit einem Portrait Grillparzers; ferner ein Zeitungsausschnitt mit dem Abdruck eines Festgedichtes auf Grillparzer von Paul Heyse.

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