Hensler, Karl Friedrich, Dramatiker und Theaterdirektor (1759-1825). Eigenh. Brief mit U.

[Wohl Wien], 28. IV. 1823.

1 S. 4to.

 350.00

An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "So eben höre ich, dass mit dem Pachtverkauf des Leop. Theaters nichts werden solle - hingegen versichert mich der Darbringer dieser Nachricht, der wohlgemerkt ein verlässiger Mann ist, dass die Administration angehalten werden solle, Ihnen das Direktionsgeschäft als alleinigem Direktor zu übergeben. Ich gab zur Antwort, daß dieses auch noch das einzige Mittel wäre, dieses Geschäft aufrecht zu erhalten. Also Muth und Beharrlichkeit, lieber Freund! Nur Sie sind im Stande, durch die lange Erfahrung, die Sie sich bey dem Bühnengeschäfte sammelten […] fort zu führen. Wir sind alte Freunde - ich hoffe, daß wir diese auch als Collegen bleiben werden, wozu ich mit Herzlichkeit meine Hand darbiete […]".

Hensler war der kreativste Bühnenautor des Leopoldstädter Theaters; zwischen 1786 und 1802 wurden 94 seiner Stücke aufgeführt. 1803, nach Karl Marinellis Tod, wurde das Haus für Rechnung seiner Erben dem Hausdichter Hensler in Pacht gegeben. Hensler ließ Singspiele und dramatisierte Volksmärchen aufführen und leitete das Leopoldstädter Theater bis 1816, ab 1814 allerdings nur noch als Direktor.

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