Spielhagen, Friedrich, Schriftsteller (1829-1911). Eigenh. Brief mit U.

Karlsbad, Juni 1890.

4 SS. auf Doppelblatt. 8vo.

 180.00

An einen Autor: “Ich glaube nicht, daß Sie vor diesem je einen Brief von mir aus Karlsbad empfangen haben. Wenn Sie den Sprudel und seine geisttötenden Wirkungen kennten, würden Sie das ganz in Ordnung und es nur auffallend finden, daß ich aus dieser physisch-psychischen Versumpfung heraus dennoch an Sie zu schreiben wage. Es betrifft auch nur eine kleine geschäftliche Angelegenheit, in der ich um Ihren Beistand bitte. Ich habe die Absicht in Herm. Paetels Verein etc. meine im Laufe der [letzten] Jahre geschriebenen Essays und die hauptsächlichsten Kritiken als Buch herauszugeben. Unter den letzteren fehlt mir meine Recension über Ihre ‘Silesia’ [...]”. Der als Sohn eines Regierungsbeamten geborene Spielhagen war Haus- und Gymnasiallehrer ehe er 1860 als Feuilletonredakteur der ‘Zeitung für Norddeutschland’ in Hannover, später als Redakteur der ‘Deutschen Wochenschrift’ in Berlin und von 1878-84 als Herausgeber von ‘Westermanns illustrierten deutschen Monatsheften’ tätig war. Später als freier Schriftsteller in Berlin lebend, wurde Spielhagen zu einem "der erfolgreichsten Romanschriftsteller der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts" (DBE), verfaßte Übersetzungen, Novellen, Gedichte und Dramen sowie theoretische Schriften. Vgl. auch Kosch IV, 2779f.

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