Moser, Gustav von, Schriftsteller (1825-1903). Eigenh. Brief mit U.

Görlitz, 18. IX. 1893.

2 SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo.

 80.00

An einen Herrn Busch: "Gestern war Ihr Freund Waldheim […] hier in Görlitz u. was Sie überraschen wird als frisch gebackener Bräutigam. Er hat sich mit der Tochter eines Herrn Raffer - bei dem er einquartiert war verlobt - kam, sah u. siegte in 5 Tagen. Der Zufall spielt doch merkwürdig - er war nämlich gleich darauf bei meiner Tochter in Lauban auch einquartiert. Ich theile Ihnen diese Neuigkeit mit weil ich Ihr Interesse für G. v. W. kenne u. er jetzt nicht zum Schreiben kommt - wie er sagt. Meine Feste sind mir gut bekommen u. ich habe besonders hier in Görlitz viel Freude erlebt - komme nächstens wieder nach Berl. u. freue mich darauf Sie u. die Ihrigen zu sehen […]".

Nach Ende seiner militärischen Laufbahn widmete sich Moser der Bewirtschaftung seines Landguts und seit 1862 ausschließlich der Schriftstellerei. Moser, der 1881 herzoglich sächsisch-coburgischer Hofrat wurde, verfaßte "allein und mit andern (L'Arronge, Heider, Kalisch, Misch, Schönthan, Trotha) vielgespielte wirkungsvolle Lustspiele, Possen und Schwänke" (Kosch II, 1779), "führte mit dem Stück 'Das Stiftungsfest' (1872) den Schwank als Gattung in das Unterhaltungslustspiel ein und begründete u. a. mit 'Krieg im Frieden' (1881) die Form des Militärschwanks" (DBE).

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