Pinelli, Ada, Schriftstellerin (1840-1918). Eigenh. Brief mit U.

Wien, 28. II. 1896.

4 SS. auf Doppelblatt. 8vo.

 80.00

An eine Dame: "Wie soll ich denn für diese himmische Ueberraschung danken?! Sie haben mich durch das hinreißend schöne Bildniß Ihrer holden Mutter in einen Freudenrausch versetzt! Daß sie engelschön war, wußte ich ja, aber nicht daß die lieblichen Züge dabei so rein classisch waren. Eine Madonna von Raphael, und trotzdem eine süße Erdentochter [...]".

Ada von Pinelli wurde schon bald nachdem Karl von Holtei ihre ersten Gedichte im "Grazer Friedhof-Album" herausgegeben hatte zur gesuchten Mitarbeiterin einer großen Reihe von Zeitschriften. "Höchste Anregung verdankte sie dem greisen, aber noch geistsprühenden Fürsten von Pückler-Muskau, dem Dichter Fr. Ad. von Schack und dem genialen Prinzen Georg von Preussen, sowie dem jungen Karl Frenzel" (Sophie Pataky, Lexikon deutscher Frauen der Feder, s. v.). Nach einer unglücklichen Ehe mit dem Divisionschef des römischen Justizministeriums, J. Pinelli, lebte sie fünf Jahre in Venedig und zog hernach nach Wien, wo sie als Feuilletonistin für die "Schlesische Zeitung" tätig war.

Stock Code: BN#38046 Tags: ,