Strobl, Karl Hans, Schriftsteller (1877-1946). Ms. Postkarte mit eigenh. U.

Perchtoldsdorf, 17. X. 1923.

1 S. Qu.-8vo.

 60.00

An den aus Wien stammenden Journalisten und Dramaturgen Hans Nüchtern (1896-1962): "Besten Dank für Ihre freundliche Zusage. Ich bin gern damit einverstanden, daß Ihre Besprechung in der ‚Arbeit' erscheint und daß Sie, wenn Sie einen passenden Abschnitt finden, diesen auch veröffentlichen. Sollten Sie nebenher noch eine Besprechung in einem Blatt des Auslandes unterbringen können, so würde ich mich darüber sehr freuen. Ich glaube nicht, daß man im Ausland kein Interesse für meine Romane hat, ist doch der erste Band dieser Reihe: ‚Die alten Türme' bereits ins Schwedische und Ungarische übersetzt worden […]".

Der im mährischen Iglau geborene Strobl studierte in Prag und war seit 1898 im Staatsdienst in Iglau, anschließend in Brünn tätig, wo er von 1901-13 "als Schauspielkritiker des größten deutsch-mährischen Blattes 'Tagesbote' wirkte. Als Finanzkommissär 1913 aus dem Staatsdienst ausscheidend, übersiedelte er nach Leipzig u. war dort kurze Zeit Herausgeber der Zeitschrift ‚Der Turmhahn'" (Kosch IV, 2909). Der Erste Weltkrieg führte den "Erzähler u. Memoirenschreiber von stark nationalem Einschlag" (ebd.) an fast alle Fronten, von denen zurückgekehrt er von 1918 an in Perchtoldsdorf bei Wien lebte. Von 1938 an war Strobl "Landesleiter der Reichsschrifttumskammer Wien. Vielseitiger und einst vielgelesener Autor deutsch-nationaler Studenten- und hist. Romane (‚Bismarck', 3 Bde., 1915-19); daneben phantastischer ('Gespenster im Sumpf', 1920) und humoristischer Dichtungen" (Österr. Lex. II, 461).

Stock Code: BN#38277 Tag: