Schiller, Caroline, verehel. Junot (1799-1850), älteste Tochter von Friedrich Schiller. Eigenh. Brief mit U.

Rudolstadt, 27. [?] X. 1824 [?].

4 SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo.

 1,200.00

An eine Emilie: "Ich hoffte immer ein Wörtchen von dir zu vernehmen wie es Deiner guten Schwester Bella gehe, u wie der kleine Ankömmling sich in die Welt findet; doch es blieb alles nur ein Wunsch. Hoffentlich giebt es keine andere Abhaltung zum Schreiben als eben kleine Störungen, u geht alles wie es bei diesen Umständen einmal seyn muß: Du hast nun ausgepoltert meine liebe Emilie u wirst dich auf deinen Loorbeeren ausruhen u alles Klingeln u Bingeln in einen schmelzenden Ton süßer Erinnerung im Herzen tragen. Deine gute Mutter kommt gewiß jetzt nicht weit von Bella weg, da wäre es nun gut wenn eine alte Tante bei dir wäre um die jungen Krieger abzuhalten damit dein Herz nicht so sehr kriegerisch gestimmt werde. Nun halte dich fest u sey auf deiner Hut. Was macht der Papa? Ich denke mir ihn ganz glücklich über das liebe Enkelchen. Der gute Charly kommt wohl nun nur zu Euch. Nächstens will ich eine kleine Schachtel an ihn schicken. Grüße mir alle deine Lieben aufs herzlichste. Darf ich nun auch noch eine Bitte sagen. Nämlich es existiert in M. ein so besonders gutes Haaröl; wenn auf der Kopfhaut sich ein ungesunder Staub gebildet hat den Kopf damit einzureiben […]".

Cat. no.: 33 Catalogue: Weimar Classicism Tag: