Gaul, Gustav, Maler (1836-1888). 2 eigenh. Briefe m. U.

O. O. u. D.

Zusammen 2 SS. 8vo.

 200.00

Beide Briefe an Herrn Kaiser: "Da unerhoffter Weise gestern u. heute Md. Artôt [d. i. die Opernsängerin Désirée Artôt de Padilla, 1835-1907] zu singen hat, so kann ich erst morgen Dienstag Abends mit ihr sprechen, da ich um die Zeit wo Sie heute allenfalls zu sprechen wäre, Sitzung habe. Ich würde es daher dir empfehlen, heute 12-1 Mittag oder 2-3 Uhr allein oder mit Nilius zu Md. Artôt zu gehen, - denn wie gesagt vielleicht käme ich morgen schon ein wenig spät - aber was denn, wenn Sie nicht zu sprechen ist, was mir schon 2 Mal dieser Tage passiert ist? […]". Der zweite Brief: "Das Project mit Herrn Dr. Schmid geht nicht, er ist bereits v. Rahl gemalt in der Kanzeley. Von den anderen, projectirten Portraits ersuche ich dich abzugehen, ich habe meine Gründe, die ich dir mündlich mittheilen will […]". Beiliegend ein Albumblatt mit eigenh. Widmung und U.

Gustav Gaul studierte bei Karl Rahl an der Wiener Akademie der bildenden Künste, begleitete ihn 1853 auf einer Reise nach Italien und kam später nach Dresden und Paris. U. a. war er an den Deckengemälden des "Palais Todesco" in Wien beteiligt und schuf Fresken in der Gmundener "Villa Wanda". Bekannt wurden seine Portraits v n Adligen und Schauspielern, darunter das Aquarell von Kronprinz Rudolf a. d. J. 1881.

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