Conrad von Eybesfeld, Sigmund, Politiker (1821-1898). Eigenh. Brief mit U.

Wien ["Stadt Frankfurt", Hotel], 4. XI. 1871.

2 SS. auf Doppelblatt. 8vo.

 80.00

An einen namentlich nicht genannten Freund bezüglich Unannehmlichkeiten durch den Verlust einer Reisetasche: "Ich bin gestern Freitag Abendt mit dem Eiltrain von Gratz im Südbahnhof angekommen. Der 'Träger' no 21 übernimmt in der Halle meinen Reisepelz u. eine rothe Handtasche, sammt Gepäksrezepiße [Gepäcksschein, Anm.], mittels dessen nach 7 andere Gepäcksstüke übergeben werden; er besorgt mir auch, ohne meine Aufforderung einen Fiaker. Als ich mit diesem zur 'Stadt Frankfurt' [Hotel, Anm.] komme, fehlt die rothe Handtasche, worin zwar keine Werthsachen, aber ganz [unterstr.: unersezliche Schr]iften sich befinden. Ich fuhr heute früh noch an den Bahnhof, sprach mit H. Fuchs, der die Gepäkssachen zu leiten scheint, es wurde der Träger No 21 vernommen, aber Nichts eruirt, als daß die Tasche von ihm auf einen Wagen gelegt wurde, dieser aber voraussichtlich nicht derselbe war, mit dem ich abfuhr. Verzeihen Sie, werther Freund, wenn ich in meiner Verlegenheit über das höchst fatale Ereigniß mich an Ihre Güte wende - u. zwar brieflich, weil ich sogleich wieder nach Linz abgehen muß. Ich bitte Sie, Alles mögliche zur Eruirung der Tasche (von rothem Juchtenleder mit Bronzebeschläge) einleiten zu lassen. Auch wenn was für immer Auslagen damit verbunden sind, so trage ich sie sehr gern. Doch sehr verbinden würden Sie mich durch baldige Nachricht über irgend welchen zu hoffenden Erfolg [...]".

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