Conrad von Eybesfeld, Siegmund, Politiker (1821-1898). Eigenh. Brief mit U.

Eibesfeld Schloß Lebring, 5. VIII. 1887.

3 SS. auf Doppelblatt. 8vo.

 90.00

An einen namentlich nicht genannten Hochwohlgeboren und Freund: "Sie hatte die Güte mir in Betref [!] meiner Verwendung zu Gunsten des trefflichen Dr. Ganahl für die Bahnarztenstelle in Leibnitz, die freundlichste Berüksichtigung in Aussicht zu stellen. Allein es wurde die Stelle nun substitutorisch dem Dr. Mayr in Leibnitz verliehen. Dieser wird sie nun wohl auch definitiv erhalten? Erlauben Sie mir, Ihrem langjährigen Freunde u. Landsmann heute noch eine andere kleine [unterstrich.: vertraul]iche Anfrage: Mein, durch rege finanzielle Verlegenheiten in großes Ungemach gerathener Schwiegersohn, [unterstrich.: der] quieszirte Bezirkshauptmann Vesteneck, sucht eine Anstellung im Eisenbahnfache, u. es wurde ihm von mehreren Seiten - ich glaube B. Besecny u. a.

nahegelegt, sich um eine aus Anlaß einer angeblich bevorstehenden Organisirung des Status der Südbahn frei werdende (Rechtskonsulant oder Sekretäriath) Stelle zu bewerben. Ich halte wenig auf solche Prospektionen; aber der Zufall eröffnet hier manchmal, u. wenn es von Kandidaten da auch ein Mangel gibt, so gibt unter Umständen behellende Befähigung, die V. vohl nicht abzusprechen ist, einen Erfolg zu hoffen. Können Sie mir im Vertrauen mittheilen, ob eine solche Organisirung wirklich in der Mache ist, ob für einer externen Bewerber wie V. irgend welche Chance besteht, u. wer da ein entscheidendes Wort zu reden hat? Ich darf wohl von Ihrem bewährtem Wohlwollen hoffen, daß Sie die Anfrage und die mir natürlich am Herzen liegende Sache selbst freundlich ansuchen wollen, und habe in dieser Ueberzeugung die Ehre [...] / Schließlich - damit der Behelligung kein Ende - möchte ich auch beiliegendes Schreiben einer mir aus der Zeit als ich Landes Chèf in Krain war - sehr vortheilhaft bekannten Familie Gutmann zur gütigen Beachtung empfehlen".

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