Feuerbach, Paul Johann Anselm Ritter von, deutscher Rechtsgelehrter (1775-1833). Eigenh. Brief (Fragment) mit U.

O. O. u. D.

1 S. und 3 Zeilen verso. Qu.-8vo.

 1,500.00

An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "[...] Nehmen Sie wenn gleich den späten, doch aufrichtigen Dank, noch jetzt mit Freundlichkeit an; was ich bis jetzt von Ihrem Werk lesen konnte, hat meinen vollen Beyfall. Der Criminalprozeß ist sehr lange von den Criminalisten vernachläßiget worden; es giebt hier so viele stehende Artikel, die gleichwohl nur werth sind des Liegens und manches liegt, was schon längst stehen sollte. Die Lehre vom Beweis hat bisher die schnödeste Verachtung erfahren. Lang und breit redete man über die Beweismittel, worüber leicht zu reden war, aber was eigentlich zu beweisen ist, wornach das Gewicht der Beweise beurtheilt werden muß, wie sich Beweis und Gegenbeweis zu einander verhalten, einander beschränken oder aufheben, wo auch ein unvollständiger Beweis vollständige rechtliche Wirkungen habe; alles dieses sind Dinge, worüber man bisher sicco pede hinweggelaufen ist […]".

Die Unterschrift verso.

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