Glaser, Eduard, Forschungsreisender, Orientalist und Archäologe (1855-1908). Eigenh. Brief mit U.

Prag, 13. XII. 1886.

3½ SS. auf Doppelblatt. 8vo.

 250.00

An einen namentlich nicht genannten Schriftsteller: "Ich rechne mit Zuversicht darauf, dass Sie die vorliegenden, richtiger folgenden Zeilen nur meiner leider noch immer nicht rosigen Lage u. keineswegs einer mir nicht eigenen Aufdringlichkeit zuschreiben werden, wenn ich mir erlaube, Ihnen einen kleinen Vorschlag zu machen, welcher sich auf den noch restirenden Betrag von 50 fl. bezieht. Dieser Vorschlag geht dahin, dass ich mich nach Erhalt der erwähnten Summe verpflichte, sie Ihnen wieder zurückzuerstatten, sobald ich meine Sammlungen verkauft habe. Hätte ich meine Sammlungen bereits an den Mann gebracht, dann wäre es mir ein Vergnügen, schon jetzt weder mich noch Sie an den Betrag zu erinnern [...] Zum Schluss erlaube ich mir die ergebenste Bitte, Herrn von Vincenti [d. i. der Schriftsteller und Orientalist Carl Ferdinand von Vincenti] zu seinen Vortragserfolgen in meinem Namen herzlichst zu gratuliren, was ich auch Ihnen gegenüber bezüglich Ihres Vortrages über die gekrönten Dichter thue, den ich allerdings nur im Auszuge, aber trotzdem mit großem Interesse, las. Herrn v. Vincenti, unseren bedeutendsten Kenner des lebendigen Orients, wird es vielleicht auch interessiren, dass meine 'Mittheilungen' auch in der Pariser Revue critique d'histoire et de littérature einen äußerst wolwollenden Critiker gefunden haben, so dass es meinem Buche weit besser geht als dem Autor, der ausser der Anerkennung auch noch Geld auf manche höchst prosaische Dinge, wie Wohnung, Nahrung, manchmal, besonders in Europa auch auf Kleider, Wäsche u. Stiefel braucht [...]".

Glasers "Mitteilungen über einige aus meiner Sammlung stammende sabäische Inschriften" erschienen 1886 in Prag.

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