Sylvester, Julius, Jurist und Politiker (1854-1944). Eigenh. Brief mit U.

Salzburg, 26. I. [ca. 1901].

4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert.

 150.00

An den Schriftsteller und Autographensammler Eduard Fischer von Röslerstamm in Rom über eine kürzlich geschlagene Wahl, die zugunsten der deutschnationalen Schönerianer ausging: "Gut iss gang'n, nichts iss g'schehn': 1195 gegen 657, daher pyramidal überlegen. Das ist nicht der Pacher, der gewält [!] ist, den du meinst. Der Gewälte heißt Raphael Pacher und der Steinwender-Pacher heißt Paul Pacher. Die silbernen Löffel, die ich während der Walzeit gestohlen hatte, sind jetzt meist wieder zurückgegeben und ich fange an, wieder nach und nach ein anständiger Mensch zu werden. Am Dienstag heißt es 'einrücken' und da wird das Parlaments-Gedresche wieder los gehen. Sei froh, daß du so weit vom Schuß bist und so unerfahren in der Weltgeschichte die beiden Pacher zu verwechseln. Am Ende hast du auch nicht gehört, daß vom hiesigen Rathaus bis zum Hotel 'Stein' ein Plakat 20 Meter lang und 5 Meter hoch über die Salzach gespannt war mit der freundlichen Einladung: 'Wälet J. Sylvester!' [...]".

Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.

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