Hohenlohe-Schillingsfürst, Marie Fürstin zu, österr. Mäzenin (1837-1920). Eigenh. Brief mit U.

O. O. u. D.

4 SS. 12mo.

 120.00

Dankschreiben an einen Herrn Hartmann für dessen Mithilfe bei einem wohltätigen Projekt: "Sie wirken Wunder, lieber Herr Hartmann und lassen die Rosen der Wohlthätigkeit sprießen, auf dem Boden wo der Kampf um's Dasein sonst nur Ranken und Dornen wachsen lässt! Empfangen Sie meinen hochinnigsten Dank dafür - den ich Sie bitte mit H. v. Spiegl zu theilen [...]".

Die geborene Prinzessin zu Sayn-Wittgenstein-Ludwigsburg wuchs bei ihrer Mutter Carolyne und deren Liebhaber Franz Liszt in Weimar auf. 1859 heiratete sie den Hofbeamten Prinz Konstantin zu Hohenlohe-Schillingsfürst und übersiedelte nach Wien. Durch die Berufung ihres Mannes zum Obersthofmeister des Kaisers avancierte sie zu einer der ersten Damen des Hofes und nutzte diese Stellung zur Förderung des Wiener Kulturlebens. Zu ihren Protegés gehörten Gottfried Semper, Franz von Dingelstedt, Adolf von Wilbrandt und Ferdinand von Saar. Eine besondere Freundschaft verband sie mit Friedrich Hebbel. Im Rahmen ihrer philanthropischen Tätigkeit gründete sie 1873 die "Leopoldstädter Volksküche", deren Leitung sie auch übernahm, sowie mehrere Ferienkolonien für Kinder.

Auf Briefpapier mit erfundenen "chinesischen Schriftzeichen". Mit Sammlervermerk in Kugelschreiber, der den Brief fälschlich Prinz Konstantin zu Hohenlohe-Schillingsfürst zuschreibt.

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