Salus, Hugo, Schriftsteller und Mediziner (1866-1929). Eigenh. Gedicht mit U.

O. O., 23. XII. 1909.

¾ S. 8vo.

 120.00

Sein Gedicht "Das Weihnachtsmärchen": "Es ist ein Märchen ergangen von einer Gottesbraut / Und ihrem hochheiligen Kinde: das klingt so muttervertraut! / Es neigen im Stalle die Köpfe andächtig Esel und Rind, / Drei große Könige beugen die Knie vor dem leuchtenden Kind. / Es ist das Märchen ergangen über der Länder Rund, / Zu allen Völkern spricht es mit ihrer Heimat Mund. / Du Märchen unter Palmen, unter dem Mistelreis, / Unter strahlenden Tannenbäumen, Märchen in Schnee und Eis, / Sprichst du denn alle Sprachen, Märchen? Und bist so schlicht! - / "Nein, ich weiß nur die Sprache, so die Liebe spricht...".

Der promovierte Mediziner zählt neben Friedrich Adler zu den führenden Vertretern der Prager Literaturszene. Salus publizierte u. a. im "Simplicissimus", der "Jugend" und "Ver Sacrum", war mit Willy Haas und Arthur Schnitzler befreundet und veröffentlichte und schrieb u. a. die im neuromantischen Stil gehaltenen, von Kritik wie Leserschaft gleichermaßen gut aufgenommenen Lyrikbände "Ehefrühling" (1900), "Reigen" (1900) und "Ernte" (1903). Arnold Schönberg vertonte 1901 Salus" Gedichte "Einfältiges Lied" und "Der genügsame Liebhaber".

Gefaltet.

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