Hohenheim, Franziska Reichsgräfin von, Herzogin von Württemberg (1748-1811). Eigenh. Schreiben mit U.

Dresden, 30. IV. 1793.

1½ SS. auf Doppelblatt. 4to. Mit Goldschnitt.

 550.00

Kurz nach der Zweiten Polnischen Teilung verfasste Supplik an eine Majestät, vermutlich Friedrich Wilhelm II. von Preußen, mit der Bitte um Garantie einer polnischen Apanage, die sie durch die vom Teilungsvertrag vom 23. Januar geschaffenen neuen Verhältnisse gefährdet sehe. Da ihr Ehemann Herzog Karl Eugen von Württemberg sehr krank sei, lege Reichsgräfin Franziska an seiner statt ihr Anliegen vor. Sie befürchte den Verlust dieser so notwendigen Ressource und wolle ihren Gatten nicht mit Sorgen beschweren, um seinen Gesundheitszustand nicht zu verschlechtern: "Souffrez, Sire, que dans l'accablement ou se trouve mon ame, par La Maladie survennue au Duc mon Epoux, je mette, a sa place, aux pieds de Vôtre Majesté des interets et mes inquietudes pour une partie absolument nécessaire à nôtre Etat Courant, tels que sont les appanages que La Republique de Pologne à fixe pour l'Entretien [...] de Pologne. Les Circonstances actuelles me font craindre de perdre cette ressource [...]".

Herzog Karl sollte ein halbes Jahr später, am 24. Oktober 1793, in Hohenheim versterben.

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