Strandiger, Otto Lorentz, Theologe (1650-1724). Eigenh. Brief mit U.

Hamburg, 13. XI. 1716.

2 SS. 4to.

 650.00

An August Hermann Francke mit der Bitte um Auskunft über einen jungen Mann, der sich zu verehelichen gedenke: "Wünsche von Herzen, daß dieses Sie im Wo[h]lstand, Seelen u. Leibes etc. antreffen, u. der Allerhöchste Sie seiner Kirche etc. zum besten lange, lange gnädigl. erhalten u. stärken wolle! Ferner, l. Hr Prof., ob ich wol weiß, daß Ihre Zeit theuer u. edel, so habe doch nötig funden [!], im Mangel anderer Hülfe u. Raths, folg[endes] an Sie gelangen zu laßen u. zu bitten, neml.: Es soll ein Gastwirth, auch dabey Rahtsherr Nahmens Kraut in Halle wohnen, deßen Sohn Carol Kraut suchet allhir sich mit Frl. Leuten [?] durch ein Mariage einzulaßen, da hätte man nun gern, wie ja nöhtig, vertrauliche Nachricht: 1 [...] was für eine Profession od. Handwerk er gelernet, 2 wie er sich aufgeführt, oder wie sein Leben u. Wandel gewesen, 3 ob er auch in Kriegesdiensten gestanden, 4 ob er seinen Eltern schuldigen Gehorsahm geleistet[,] 5 wie lange u. ob er treul. gedient habe, 6 ob er noch [...] Mittel zu hoffen habe? Bitte nun sehr, sonderl., weil die Persohn mit welcher gedachter Carol sich ehel. einzulaßen verlanget, mit meinem l. H. Hospite nahe verwandt, u. darin nichts resolviert wird, ehe man zuverläß. Nachricht hat [...]".

Etwas fleckig und mit zwei kleinen Montagestreifen.

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