Göschen, Georg Joachim, Verleger (1752-1828). Eigenh. Brief mit U.

Leipzig, 16. II. 1804.

2 SS. auf Doppelblatt. 4to. Mit eh. Adresse verso.

 600.00

An den Numismatiker, Philologen und Mozart-Biographen Friedrich von Schlichtegroll in Gotha über die Verlegung seines Lehrbuchs der Numismatik: "[...] Auch ich glaube, daß ein solches Lehrbuch der Numismatik ein Bedürfniß ist. Es kommt dabey vornehmlich darauf an, das kleine Publikum der Münzliebhaber durch gelehrte Käufer zu vermehren, welches der Fall seyn wird, wenn nach Ihrer eigenen Ansicht kein Punkt der griech. und römischen Münzkunde übergangen wird. Daraus geht dann aber auch die Bedingung hervor, daß das Werk nicht durch zu großen Umfang und Aufwand für die Gelehrten zu theuer werde. Wolten Ew. Wohlgeboren die Güte haben mich von den Bedingungen zu unterrichten so würde ich Ihnen denn gleich meinen Wunsch das Werk zu verlegen bestätigen oder Ihnen mit bescheidener Freymüthigkeit melden was mich abhielte diesen Wunsch zu befriedigen. Für saubere richtige und angenehme Contures wolte ich gewiß sorgen. Meine Bedenklichkeit ist nur ob sich das Lehrbuch in 2 bis 2½ Alphabeth wird bringen laßen. Stärker fürcht ich darf es nicht werden [...]". Der erste Band von Schlichtegrolls "Annalen der gesammten Numismatik" erschien 1804 bei Baumgärtner in Leipzig.

Mit Siegelrest. Beiliegend ein gedrucktes Formschreiben Göschens mit eh. U. an den Leipziger Buchhändler Wilhelm Zirges mit dem Ersuchen, von der Jubilate-Messe 1822 an ein eigenes Geschäftskonto für seinen ältesten Sohn Carl Friedrich zu führen, sowie der Nachricht, dass sein jüngster Sohn Herrmann, der nach Göschens Tod dessen Buchhandlung übernehmen werde, für seine eigenen Aktiva und Passiva von nun an selbst aufkommen werde.