Strobl, Karl Hans, Schriftsteller (1877-1946). Eigenh. Postkarte mit U.

Perchtoldsdorf, 19. I. 1932.

½ S. Qu.-12mo. Mit eh. Adresse und Beilagen (s. u.).

 40.00

An den Oberlehrer Josef Wesely mit Dank für Glückwünsche: "Nehmen Sie meinen besten Dank für Ihre freundlichen Glückwünsche zu meinem Geburtstag [...]" (19. I. 1932).

Beiliegend ein gedr. Gedicht Strobls: "Wie starker Wein es in mich ging, / Da er nun an zu reden fing: / 'Laß sie', sprach er, 'die alte Frau / Nimmt es eben gar zu genau [...]" (Januar 1937). Außerdem beiliegend ein interessanter eh. Brief mit U. seiner Witwe Ella Strobl, mit von ihr eh. adr. Kuvert, zur Zerstörung ihres Hauses in Perchtoldsdorf durch die Besatzungsarmee und zum Tod ihres Mannes: "Als wir im Sommer 45 aus unserer verlorenen Heimat Iglau hierher zurück kehrten, fanden wir unser Haus in Perchtoldsdorf besetzt u. all unseren Besitz zerstört u. verschleppt, die Möbel lagen zertrümmert im Garten, alle Sammlungen waren vernichtet, die Bibliothek, das Archiv, alle Ma[n]uskripte, das ganze Lebenswerk meines armen Mannes. Er starb einige Monate später an seinem kranken Herzen, in seelischem Leid u. fast blind [...]" (2. III. 1947). Dieser Brief mit stärkeren Tintenwischern.

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