Brahms, Johannes, Komponist (1833-1897). Eigenh. Postkarte mit U. ("J Br.").

(Poststempel): Wien, 20. I. 1895.

1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse.

 6,500.00

An seinen Verleger Fritz Simrock in Berlin, dem er seinen Besuch ankündigt, da Joseph Joachim ihn zu Kammermusikkonzerten mit dem Klarinettisten Richard Mühlfeld nach Berlin eingeladen hatte: "Es wäre möglich daß ich Euren Besuch gleich die Tage erwiderte! Joachim drängt mich, am 24sten mit Mühlfeld in s[einem] 4tett die Sonaten zu spielen. Der Telegraph muß es wohl heute entscheiden, u. ich melde dann - falls aber, daß ich Abends um 11 komme - da laß mich doch in den Asc[anischen] Hof - jedenfalls schicke dann nur Deinen fr[eun]dl[ichen] Diener. Es wäre eigentlich sehr hübsch u. vielleicht freue ich mich Morgen auf die Fahrt! [...]". An dem besagten Konzert sollte Brahms nur als Zuhörer teilnehmen, da Mühlfeld erkrankt war. Brahms hatte für Mühlfeld, den Soloklarinettisten der Meininger Hofkapelle, die Sonaten für Klarinette und Klavier f-Moll und Es-Dur op. 120 komponiert. Die beiden im Sommer 1894 in Ischl entstandenen Sonaten gehören zu Brahms letzten Werken und gelten als Höhepunkt des Repertoires für Klarinette und Klavier.

Sehr gut erhalten.

Kalbeck Nr. 870 (mit kleinen Abweichungen).

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