Kayssler, Friedrich, Schauspieler und Schriftsteller (1874-1945). Eigenhändige Sentenz mit U.

O. O. u. D.

1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Umrahmung und gedr. Fußzeilen "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'", aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm).

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"Jeder kann nur von dem Punkte Rückschau halten, wo er steht, von seiner Arbeit aus. An dem Tage, an dem in Deutschland grundlegende Fragen der Kunst, die zugleich Menschheitsfragen sind, wie etwa Rassenfragen, öffentlich in aufrichtiger Freiheit und ehrlicher gegenseitiger Achtung besprochen werden können, ohne dass sie sich mehr in Partei-Politik umsetzten, an dem Tage glaube ich an den Beginn einer wahrhaft hellen Zukunft Deutschlands; denn dann erst werden auch die Fragen der grossen Politik, die allein Lebenswert hat, frei sein können vom kleinen Hass der Parteisucht [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928).

"Kayssler, dessen Spiel als 'zielbewußt, fein abgetönt, maßvoll und frei von jedem unwahren Pathos' gerühmt wurde, und der zum Ruf Berlins als Theaterstadt beitrug, wurde beim Einmarsch der sowjetischen Truppen 1945 durch eine MP-Garbe getötet" (NDB XI, 386f).

Koslowsky 29.