Korngold, Erich Wolfgang, Komponist (1897-1957). Eigenhändige Sentenz mit U., eh. ausgefülltem Formularteil und eh. Namenszug.

Wien, o. D.

1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Umrahmung, gedr. Fußzeilen "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'" und gedr. Formular für biograph. Daten, aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm).

 1,800.00

"An Deutschlands immer mehr wachsenden Kraft und Grösse kann der nicht zweifeln, der den ungeheueren wirtschaftlichen Aufschwung der letzten fünf Jahre beobachtet hat. Auch Deutschlands Kunst wird in Zukunft wieder stark und rein sein, wenn sie - im nationalen Boden festwurzelnd - mit ihrer grossen Vergangenheit verbunden bleiben und sich von der blossen Nachahmung internationaler Richtungen, falscher Exotik in der zurzeit gepredigten selbstmörderischen Missachtung des Beseelten, Durchfühlten, Erlebenden, Erschütternden: des Menschlichen freimachen wird [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928).

"Seinen zwar zeitgebundenen, aber unbestreitbaren Ruhm verdankt Korngold überwiegend seinen Bühnenwerken, von denen die Einakter 'Der Ring des Polykrates' (opus 7) und 'Violanta' (opus 8; beide 1916) ihn schlagartig bekannt machten und der Dreiakter 'Die tote Stadt' (opus 12, 1920) ein sensationeller Welterfolg wurde. Für zwei seiner in Amerika entstandenen Filmmusiken (Anthony Adverse, 1936, The Adventures of Robin Hood, 1938) wurde Korngold mit dem 'Oscar' der Motion Picture Academy ausgezeichnet" (NDB XII, 592f.).

Koslowsky 314.

Stock Code: BN#55377 Tags: , ,