Löbe, Paul, Politiker (1875-1967). Eigenhändige Sentenz mit U.

Berlin, 25. X. 1927.

1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Umrahmung und gedr. Fußzeilen "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'", aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm).

 950.00

"Nur wenn es noch immer frei und gerecht ist, kann Deutschland sich Freiheit und Gerechtigkeit in der Welt wieder erringen [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928).

Der aus Liegnitz stammende Sozialdemokrat Paul Löbe wurde mehrmals von den Nationalsozialisten verhaftet, arbeitete nach seiner ersten Haft beim Verlagshaus Walter de Gruyter und erhielt später eine von Hitler angewiesene Pension ausbezahlt. Im Falle des geglückten Stauffenberg-Attentats auf Hitler wäre Löbe als Reichstagspräsident vorgesehen gewesen.

Mit rotweißer Stempelmarke "Reichstag Präsident".

Koslowsky 178.

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