Pechmann, Wilhelm Frh. von, Bankier (1859-1948). Eigenhändige Sentenz mit U., eh. ausgefülltem Formularteil und eh. Namenszug.

München, 27. VII. 1928.

1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Umrahmung, gedr. Fußzeilen "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'" und gedr. Formular für biograph. Daten, aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm).

 450.00

"Nicht nur die Naturgesetze im engeren Sinne haben unverbrüchliche Geltung: nein, auch die Naturgesetze höherer Ordnung, welche über Menschen und Völkern walten. Gewiß, wir können uns nach ihnen richten oder nicht. Tun wir's aber nicht, so werden wir von ihnen gerichtet: wir richten uns selbst, nämlich zu Grunde. / Auf der breiten und abschüssigen Straße, welche diesem Gerichte entgegenführt, ist das Deutsche Volk im kurzer Zeit erschreckend weit abwärts gekommen. Wird es Entschluß und Kraft zur Umkehr finden, eh' es im Abgrund zerschellt? [...]".

Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). Die Sentenz bei Veröffentlichung in Druckschrift wiedergegeben.

Nach seinem Amt als erster gewählter Präsident der bayerischen Landessynode Anfang der 1920er Jahre war Wilhelm von Pechmann "Präsident des deutschen Evangelischen Kirchentages (Bethel 1924, Königsberg 1927, Nürnberg 1930) und wirkte auch international in verschiedenen kirchlichen Gremien mit. Zusammen mit dem ihm freundschaftlich verbundenen schwedischen Bischof Nathan Söderblom (1866-1931) erstrebte er die Vereinigung der beiden großen Konfessionen (Una sancta)" (NDB XX, 152f.).

Koslowsky 22.

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