Raabe, Peter, Dirigent und Musikwissenschaftler (1872-1945). Eigenhändige Sentenz mit U.

Aachen, 6. XI. 1927.

1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre und gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'", aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm).

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"Alles Heil der Menschheit liegt darin, daß sie lernt, die großen Dinge groß und die kleinen klein zu sehen. Vielleicht kann Deutschland damit einen Anfang mache, indem es aufhört, Landtage und sonstige Schwatzvereine zu bezahlen, und indem es anfängt, das Geschick des Vaterlandes von denen bestimmen zu lassen, die etwas tun, aber bei der Arbeit schweigen, so wie es von jeher die taten, die der Welt ihr Gesicht gegeben haben: die Denker, die Wissenden, die Handelnden und Gestaltenden [...]".

Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). Die Sentenz bei Veröffentlichung in Druckschrift wiedergegeben.

Peter Raabe war bis 1934 Generalmusikdirektor beim Sinfonieorchester in Aachen und Honorarprofessor an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule. 1935 von Herbert v. Karajan in seinen dortigen Funktionen abgelöst, folgte er Richard Strauss als Präsident der Reichsmusikkammer nach.

Koslowsky 381.

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