Heinrich XLV. (Reuß jüngere Linie), Erbprinz und Dramaturg (1895-1945). Eigenhändige Sentenz mit U., eh. ausgefülltem Formularteil und eh. Namenszug.

Gera (Schloss Osterstein), o. D.

1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre, gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'" und gedr. Formular für biograph. Daten, aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm).

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"Glückliche Ansätze, hier und dort auftauchend, selten zusammengefaßt, selten zum Ziel gebracht. Das ist Zeichen dieser Zeit. Dazu geschwollene Phrasen, Deutschtum, vorgetragen mit lautem, verlogenem Pathos. Man schweige endlich vom Deutschtum. Man sei es. Das heißt: Solide, sachliche, stille Arbeit auf jedem Gebiet. Das genügt. Das bringt voran [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). Die Sentenz bei der Veröffentlichung in Druckschrift wiedergegeben.

Heinrich XLV., ein großer Theaterförderer, war ab 1923 Chefdramaturg am Reußischen Theater in Gera. Nach seiner Verhaftung durch das sowjetische Militär 1945 wurde er verschleppt, nie mehr aufgefunden und in den 1960ern rückwirkend mit dem Jahr 1953 für tot erklärt.

Koslowsky 133.