Schneider, Gustav, Politiker und Gewerkschafter (1877-1935). Ms. Sentenz mit eigenh. U. und ms. ausgefülltem Formularteil.

Berlin-Zehlendorf, o. D.

1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre, gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'" und gedr. Formular für biograph. Daten, aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm).

 350.00

"Der Glaube an das Vaterland muß in einem unerschütterlichen Idealismus verwurzelt sein, zugleich aber auch in dem festen Willen zu nüchterner Erkenntnis der realen Tatsachen. Wir werden dem Vaterlande besser dienen, wenn wir die Schwierigkeiten des Aufstiegs klar erkennen und uns bewußt sind, daß er sich nur dann ungestört vollziehen kann, wenn die Gegensäte zwischen Kapital und Arbeit ausgeglichen werden. Die vornehmste Aufgabe moderner Staatsführung ist daher, das neue Evangelium wirtschaftlicher Gleichberechtigung durch die Tat zu verwirklichen [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928).

Gustav Schneider hatte in den 1920er Jahren führende gewerkschaftliche Funktionen inne: er war Vorsitzender des "Gewerkschaftsbundes der Angestellten", zweiter Vorsitzender des "Gewerkschaftsrings deutscher Arbeiter-, Angestellten- und Beamtenverbände", Präsident des "Internationalen Bundes neutraler Angestelltenorganisationen" und Vorstand des "Internationalen Bundes neutraler Gewerkschaften".

Koslowsky 207.

Stock Code: BN#55590 Tag: