Schultze-Naumburg, Paul, Architekt, Kunsttheoretiker und Politiker (1869-1949). Eigenhändige Sentenz mit U.

Saaleck, November 1927.

1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre und gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'", aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm).

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"Die Zukunft Deutschlands wird davon abhängen, was für Menschen in ihm geboren werden. Wenn die Tüchtigsten auf Nachkommenschaft verzichten, die Gesunkenen und Farblosen dafür aber acht und zehn Kinder in die Welt setzten, müssen die Eigenschaften des gesamten Volkes sich in kurzer Zeit verschlechtern. Die Zukunft Deutschlands liegt im Geburtensieg der einen oder der anderen [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928).

Paul Schultze-Naumburg versammelte in Saaleck in den 1920er Jahren seinen gesamten Freundeskreis um sich: zum einen Architekten, die sich einer Architektur und einem Baustil der Goethezeit verpflichtet fühlten, auch gebildete jüdische Freunde, und zum anderen zunehmend nationalsozialistische Spitzenpolitiker. Sein 1928 veröffentlichtes Werk "Kunst und Rasse" umschrieb die Kunst des Expressionismus mit dem Begriff der "Entartung".

Koslowsky 202.

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