Spiro, Eugen, Maler und Graphiker (1874-1972). Ms. Sentenz mit eigenh. U. und ms. ausgefülltem Formularteil.

Berlin-Charlottenburg

1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre, gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'" und gedr. Formular für biograph. Daten, aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm).

 350.00

"Die Republik, von vielen missverstanden, angefeindet und angezweifelt, hat der deutschen Kunst Bewegung und Freiheit gebracht. Wenn es auch gegenwärtig vielen Künstlern materiell schlecht geht, wenn es auch heisst, dass die schwere wirtschaftliche Lage dem Bürger keine Mittel für Kunst übrig lässt, wenn auch heute dem Publikum jeder andere Luxus wichtiger erscheint als der Luxus des Kunstbesitzes, so ist für die Entwicklung der deutschen Kunst mancherlei zu erhoffen. Denn es gibt wenigstens kein Diktat mehr von oben, wie gemalt werden soll, man spricht nicht mehr von 'Rinnsteinkunst' [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928).

Neben Landschaftsbildern und Portraits (u. a. von Thomas Mann, Lovis Corinth, Gerhart Hauptmann, Max Planck und Leni Riefenstahl) widmete sich Eugen Spiro in den 1920er Jahren zunehmend Gestaltungsauftragen für Werbeplakate etwa für Henkell und Siemens.

Koslowsky 234.

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