Altmann, Adolf, Oberrabbiner (1879-1944). Ms. Sentenz mit eigenh. U. und ms. ausgefülltem Formularteil.

Trier, o. D.

1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre, gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'" und gedr. Formular für biograph. Daten, aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm).

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"Das Spiegelbild der Zukunft eines Volkes liegt in seiner Vergangenheit. Deutschlands Vergangenheit ist würdig, groß und schön. Aber der Spiegel ist untrüglich; er zeigt auch die Mängel und Fehler. Die deutschen Stämme wiesen bei allen ritterlichen Vorzügen und Begabungen besonders einen großen Fehler auf, den der Uneinigkeit [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928).

Adolf Altmann stand ab 1920 in Trier der fast 1000 Mitglieder zählenden jüdischen Gemeinde vor. Er pflegte gute Kontakte zum christlichen Klerus wie zum Trierer Bischof Franz Rudolf Bornewasser und war mit dem Zentrumspolitiker Ludwig Kaas befreundet.

Koslowsky 354.

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