David, Eduard, Politiker und Schriftsteller (1863-1930). Eigenhändige Sentenz mit U., eh. ausgefülltem Formularteil und eh. Namenszug.

Berlin-Zehlendorf, o. D.

1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre, gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'" und gedr. Formular für biograph. Daten, aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm).

 350.00

"Zwei weltgeschichtliche Aufgaben, den Idealisten vergangener Jahrhunderte erträumte Fernziele, sind in unserer Zeit in den Bereich realer Politik getreten: die Lösung des socialen Problems im Innenleben und die Überwindung des Krieges im Aussenleben der Völker [...] Nicht nach ihrem sacro egoismo sondern nach ihren Leistungen werden die Nationen in der Weltgeschichte gewogen [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). Die Sentenz bei Veröffentlichung in Druckschrift wiedergegeben.

Eduard David, erster Präsident der Weimarer Nationalversammlung, wirkte in den 1920er Jahren durch sein Mandat im Reichstag und als politischer Gesandter des Reiches in Hessen. Mit dem Verweis auf den "sacro egoismo" spielt David auf die italienische Rechtfertigung für die Kriegserklärung an Österreich-Ungarn von 1915 an.

Leicht fingerfleckig und berieben.

Koslowsky 294.

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