Holitscher, Arthur, Schriftsteller (1869-1941). Ms. Sentenz mit eigenh. U.

O. O. u. D.

1 S. Qu.-8vo. Montiert auf einem Albumblatt (223:282 mm) mit gedruckter Bordüre und gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'", aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm).

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"Den Prozess der Mechanisierung aufheben und vernichten, der heute Körper und Seele der Massen zerstört. Ein Reich des Gewissens, der Vernunft und der Freude an dem Dasein aufrichten. Das ist Aufgabe nicht nur jedes Deutschen, es ist Aufgabe jedes Menschen, der seines Menschseins bewusst auf diesem Erdball lebt [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928).

Arthur Holitscher wandte sich in den 1920er Jahren thematisch und emotional engagiert dem Sozialismus und der Sowjetunion zu, er "nimmt 1927 am 'Ersten Internationalen Kongreß proletarisch-revolutionärer Schriftsteller' in Moskau teil, doch wird er nie Mitglied der KPD. Durch Reisen nach Palästina (1921), Frankreich, England, Indien, China und Japan (seit 1924), durch Südwesteuropa (1927) und besonders durch eine zweite Amerikareise (1929), über die er vielgelesene Reportagen veröffentlicht, behält er einen offenen Blick für die sozialen Realitäten, auch im Vergleich zur bewunderten, seit den späten 20er Jahren auch kritisierten Sowjetunion" (NDB IX, 528-530).

Die Montage des Albumblatts kaschiert durch Verwendung eines gleichartigen Blattes.

Koslowsky 368.

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