Gelbard-Zuckerkandl, Margarete, Pianistin (geb. 1887). Ms. Brief mit eigenh. U.

[Wohl Wien], 24. V. 1919.

¾ S. 4to.

 120.00

An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ihr werter Brief vom 20. wurde mir nachgesendet und wäre ich nicht dagegen in dem von Ihnen arrangierten Konzert mitzuwirken, doch erfahre ich soeben, dass der stolze Name Festsaal des Apol[l]oneum nichts weiter ist als der Saal des Hotel Post in der Postgasse und halte ich mit meiner künstlerischen Stellung nicht vereinbar in diesem Saale aufzutreten. Vielleicht würde sich Ihnen eine Gelegenheit bieten das Konzert in einem Konzertsaal zu veranstalten. In diesem Falle könnte ich Ihnen meine Mitwirkung unter günstigen Honorarbedingungen sicher zusagen [...]".

Margarete Gelbard war seit 1919 die zweite Frau des Wiener Urologen Otto Zuckerkandl (1861-1921), dessen im selben Jahr geschiedene erste Frau Amalie (1869-1942) durch Klimts unvollendetes Portrait verewigt ist. Die Familie war mit Arthur Schnitzler gut bekannt.

Mit kleinen, teils hinterlegten Randläsuren.

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