Maximilian I. Joseph, König von Bayern (1756-1825). Brief mit eigenh. U.

München, 13. XII. 1804.

1 S. auf Doppelblatt. Folio. Mit hs. Adresse und papiergedecktem Siegel.

 280.00

Aus der Zeit kurz nach dem russisch-österreichischen Bündnisschluss gegen Frankreich (5. XI.) und der Krönung Napoleon Bonapartes zum Kaiser (2. XII.), an die königliche bayerische Landesdirektion bezüglich eines Freipasses zur zollfreien Überstellung von Weizen aus Braunau über Bayern nach Tirol für die dort stehenden Truppen: "In Gemäsheit eines koeniglichen Requisitions Schreibens [...] habt ihr als bald einen Freipaß auf 750 N. öst. Mezen Weizen, welcher von Braunau durch Unsere Staaten nach Tirol zur Verpflegung des dort stehenden k. k. Militaires verführt werden, aus zufertigen, und an Unser Ministerial Departement der auswärtigen Angelegenheiten einzusenden [...]". Mit einer weiteren U. von Außenminister Maximilian von Montgelas und Gegenzeichnung durch Generalmajor Friedrich von Flad.

Bayern handelte im Jahr darauf heimlich mit Frankreich einen Bündnisvertrag aus und bekam schließlich nach der für Frankreich und Bayern erfolgreichen Dreikaiserschlacht bei Austerlitz und dem Frieden von Preßburg (1805) Tirol und Vorarlberg zugesprochen. 1804 zeichnete sich in Europa der nächste Krieg ab, und als Reaktion auf die napoleonischen Volksheere wurde in Bayern unter der Leitung von Montgelas die allgemeine Wehrpflicht als Ersatz für das untauglich gewordene Söldnerheer eingeführt. Friedrich von Flad nahm 1805 als Hauptmann am Feldzug gegen Österreich teil.

Mit Aktenvermerk und kalligraph. Briefkopf. Leicht knittrig, an den Rändern leicht gebräunt und etwas lädiert. Das Gegenblatt mit größerem Eckausriss.

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