[Einblattdruck]. Ausweisung der "Zigayner".

Danzig, 22. VII. 1711.

1 S. Qu.-Folio (225 x 362 mm).

 850.00

Mandat der Stadt Danzig, fahrendes Volk weder zu beherbergen noch zu bewirten, sondern abzuweisen und an die Stadt auszuliefern: "Demnach E. Raht in Erfahrung gekommen, dasz in verschiedenen theils nahe angelegenen dieser Stadt Dorffschafften Zigayner Männ- und Weiblichen Geschlechts sich finden und auffhalten, welche auf den Strassen denen Reisenden und Vorbeyfahrenden beschwerlich fallen und sonsten allerhand Unheil anrichten, solch Gesindel aber vermöge denen Landes-Verfassungen nicht geduldet noch gehauset werden soll. Als will E. Raht um sothanem Unwesen zu steuren allen Krügern und Gastgebern in dieser Stadt Dorffschafften hiemit ernstlich gebieten, dasz sie keine Zigayner beherbergen noch hegen bey nachdrücklicher Straffe [...] die Schultzen aber sollen dieselbe erstlich abweisen, und wenn sie sich nicht abweisen liessen, sich ihrer mit Hülffe der Nachbaren bemächtigen, nachgehends sie nach der Stadt in die Hafft liefern, damit sie zu gebührende Straffe gezogen werden. Wäre aber dieses Gesindel ihnen überlegen, sollen sie es auffs schleunigst nach der Stadt berichten, da denn auff E. Rahts fernere Verfügung, ihnen mit genugsamer Mannschafft assistiret werden wird [...]".

Mit kleinen Randläsuren.

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