Mangold, Carl Amand, Komponist und Dirigent (1813-1889). 3 eigenh. Briefe mit U.

Darmstadt, 1852-1860.

Zusammen 3 SS. auf 2 Doppelbll. und einem Einzelblatt. 2 mit eh. Adresse verso. 4to.

 650.00

An den Musikschriftsteller und -verleger Bartholff Senff mit Vorschlägen für dessen Chorbücher sowie einer Anekdote aus einer Vorstellung der 1851 uraufgeführten Oper "Casilda" von Ernst II. von Sachsen-Coburg: "In der Hoffnung einen geschäftlichen Verkehr dadurch anzubahnen, erlaube ich mir die Anfrage, ob Sie geneigt wären von meinen neuesten Kompositionen im Heft Lieder für Männerchor, Gedichte aus Waldmeisters Brautfahrt von Roquette oder im ditto für gemischten Chor oder im Heft einstimmiger Lieder mit Pianofortebegleitung in Verlag zu nehmen [...] In einer süddeutschen Residenzstadt erschall am Schluße der ersten Vorstellung der Oper: Casilda der sehr vernehmliche Ruf: 'Esel heraus!' Alles erschrack - man lachte aber gleich darauf, als Casilda auf ihrem Esel erschien" (14. III. 1852).

An den Sänger und Hofmusikbibliothekar Ernst Pasqué in Darmstadt mit der Bitte um den zweiten Band der Bach'schen Kantaten und über Karl von Winterfelds mehrbändiges Werk zum evangelischen Kirchengesang: "Verbindlichsten Dank für Übersendung des ersten Bandes der Bach'schen Cantaten. Ich hatte um beide Bände gebeten, weil ich nicht wußte in welchen von beiden die Cantate: 'Lebt Gott in seinen Reichen' steht. Jetzt ersehe ich aus dem ersten Theil, daß sie im 2ten stehen muß [...] Zugleich sende ich dir zur Einsicht den III Band von Winterfeld [...]" (4. V. 1854).

An einen Vereinsvorstand mit der Ablehnung einer Anstellung in Frankfurt: "Soviel Anziehendes es für mich nun haben würde, Ihrem Vereine ganz anzugehören [...] so halte ich es, nachdem ich die Sache nochmals in einer ruhigen Stunde mir überlegt, nicht für vernünftig, um eine Stelle mich zu bewerben, die ich nur, wenn sie mir unter vortheilhafteren Bedingungen angetragen würde, annehmen könnte [...]" (12. VI. 1860).

Mit kleinen Randläsuren.

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