Pisko, Gustav, Kunsthändler (1866-1911). 3 eigenh. Briefe mit U.

Wien, 1907.

Zusammen 6½ SS. auf Doppelblättern 8vo.

 200.00

Betrifft die Übersendung von einem “completten Exemplar des Prachtwerkes F. G. Waldmüller” (Br. v. 26. XI. 1907) sowie Waldmüllers Gemälde ‘Der Notverkauf’, das der Stadtrat in Piskos Kunstsalon erworben hatte und über das der Kunsthändler “einige für mich höchst wichtige Erklärungen abzugeben” sich genötigt sieht (Br. v. 13. XII. 1907).

Verfasser des genannten Werks war der mit Egon Schiele später eng verbundene Kunstkritiker Arthur Roessler.

Gustav Piskos ‘Kunstsalon und Kunstauktionshaus’ - von 1895 bis 1906 am Parkring, später in der Lothringerstraße - war neben der Galerie Miethke einer der bedeutendsten Kunstsalons der Jahrhundertwende, dessen Programm sich von Werken Tina Blaus und Marie Egners bis hin zu denen von Max Oppenheimer und Egon Schiele erstreckte. Piskos aufsehenerregendste Veranstaltung fand im Dezember 1909 statt, als die Ausstellung der Neukunstgruppe eröffnet wurde, bei der die aus der Akademie ausgetretenen jungen Künstler um Egon Schiele ihr Debüt gaben. Daneben veranstaltete Pisko Auktionen und betrieb einen Kunstverlag. Das Geschäftslokal wurde 1914 von der Kunsthandlung WAWRA (dem ehemaligen Compagnon von Miethke) übernommen und weitergeführt (vgl. Werner J. Schweiger: "Vereinigung Österreichischer Bildender Künstler und Künstlerinnen").

Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf “Kunstsalon und Kunstauktionshaus”.

Im linken Rand gelocht (minimale Textberührung).

In altem Sammlungsumschlag.

Stock Code: BN#6086 Tag: