Loeschner, Joseph Wilhelm Frh. von, Pädiater und Balneologe (1809-1888). Eigenh. Brief mit U.

O. O. [Karlsbad] u. D.

1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert.

 85,00

An den Mediziner und Klimatologen Rudolph Rt. von Vivenot jun. (1833-1870): "Nehmen Sie meinen innigsten Dank für Ihre ebenso gütigen als freundlichen Zeilen. Von meinem inneren, Monate langen Leiden bin ich durch die vortreffliche Wirkung der Karlsbader Quellen Gott Lob! geheilt [...]".

Loeschner war 1844 mit eigenen Mitteln am Aufbau des Franz-Joseph-Kinderspitals in Prag beteiligt und wurde 1850 Mitglied der ständigen Medizinal-Kommission bei der k. k. Statthalterei. Seit 1854 Professor der Kinderheilkunde an der Universität Prag, wurde er 1861 Landes-Medizinal-Rat für Böhmen und 1865 Ministerial- und Sanitätsreferent im Staatsministerium. Seit 1866 führte er den Titel eines k. k. ersten Leibarztes. Sein literarisches Werk umfaßt zahlreiche Schriften über die böhmischen Bäder und Heilquellen.

Rudolf Rt. von Vivenot jun.

der älteste Sohn aus der ersten Ehe des weithin gerühmten Wiener Mediziners selben Namens (1807-1884) mit Josefine Baronin Metzburg (1810-1838) und Bruder des Historikers Alfred (1836-1874) aus Rudolf sen. zweiter Ehe mit Antonie von Bergenthal (1820-1846) - zählt zu den Pionieren der „experimentell-physiologische Richtung der Klimatologie“ in Wien. „Die Folge der in [seinen] Aufsätzen mitgetheilten Untersuchungen war, daß die pneumatische Heilmethode in Deutschland vollends eingebürgert wurde, so daß sich jetzt kaum noch eine größere deutsche Stadt findet, die nicht eine pneumatische Anstalt besäße“ (Annette von Vivenot: Geschichte der Familie v. Vivenot. Wien, Steyrermühl, 1902, S. 59).

Die Recto-Seite von Bl. 1 mit knapper Bleistiftnotiz zum Verfasser von fremder Hand.

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