Sammlung von 6 eh. Briefen und Postkarten verschiedener Verfasser an Karl Haudek sowie 4 Manuskripte bzw. Manuskriptfragmente von Dritten und 4 Briefe an Dritte.
Zusammen 10 SS. Briefe an Haudek, 3½ SS. Manuskripte bzw. Manuskriptfragmente sowie 6½ SS. Briefe an Dritte. Verschiedene Formate. Beiliegend der eh. Entwurf einer Kurzbiographie des Lyrikers und Erzählers Karl Breycha (1 S. Qu.-8vo).
€ 600,00
Sammlung verschiedener Dokumente aus dem Umfeld des Wiener Lehrers und Schriftstellers Karl Haudek. Hauptberuflich im Schuldienst tätig, veröffentlichte Haudek seit 1914 Lyrik und Prosawerke und veröffentlichte in den Meidlinger sowie den Hetzendorfer Nachrichten zahlreiche heimatkundliche Beiträge unter dem Pseudonym "Carolo". 1923 zählte er zu den engsten Mitarbeitern des Pädagogen und Musikers Karl Hilscher, des Gründers des ersten Wiener Bezirksmuseums in Meidling. Um 1930 begann Haudeks "Zeit seines intensiven literarischen Schaffens (Schwänke, Erzählungen, Romane); seine Bedeutung liegt jedoch vor allem in der mundartlichen Lyrik" (Czeike III, s. v.), die sich - wie die vorliegenden Korrespondenzien - oft im Umkreis des Wienerlieds bewegt.
Die Verfasser der an Haudek gerichteten Briefe und Postkarten im einzelnen:
I) Gretl Kiefhaber (Konzertsängerin, 1897-1980?). Eigenh. Postkarte mit U. Wien, 11. XI. 1949. 1½ SS. (Qu.-)8vo. Mit eh. Adresse und Absenderstempel.
II) Karl Maria Jäger (Schriftsteller, Komponist, Textdichter, Schrammelsänger und Gesangkomiker, 1876-1956). 2 eigenh. (davon 1 Bild-)Postkarten mit U. Wien und Weißenkirchen, 2. IX. 1929 bzw. 6. IV. o. J. Zusammen 2½ SS. (Qu.-)8vo. Jeweils mit eh. Adresse. "Würde Dich bitten, das Gedicht für die Pflegeschwester des Lainzer Versorg. Spitals dieser Tage zu machen. Es soll allgemein gehalten, etwas launig, wie Du es ausgezeichnet triffst, sein. Da es sich um eine geistliche Schwester handelt, nichts weltliches hineinknüpfen. Ihre jahrelangen Verdienste, ihre opfervolle Tätigkeit, ihre überaus grosse Menschlichkeit, Güte und Liebenswürdigkeit gegenüber den Kranken im Spital u.s.w. in anerkennenden Worten reimen [...]" (Karte v. 6. IV. o. J.).
III) Josef Keindl (Mittelschulprofessor und Islandforscher, 1903-2007). Eigenh. Postkarte mit U. Wien, 11. VI. 1931. 1 S. (Qu.-)8vo. Mit eh. Adresse und Absenderstempel.
IV) Josef Kainer (1888-1957?, Wienerlieddichter und Präsident des "Klubs der alten Wiener"). Eigenh. Brief mit U. O. O., 7. XI. 1937. 1 S. 8vo. Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.
V) Theodor Kleinecke (Musiker, Komponist und Musikschulinhaber, 1855-1939). Eigenh. Brief mit U. Wien, 8. XI. 1927. 3 SS. auf Doppelblatt. 8vo.
VI) Walter Kral (Komponist, 1923-1989). Eigenh. Brief mit U. Rodaun, 6. IX. 1941. 1 S. 8vo.
An Manuskripten bzw. -fragmenten liegen vor:
I) Franz Fischer: "Zum Jahreswechsel". Eigenh. Gedichtms. mit Namenszug. Wien, Ende Dezember 1931. 1 S. Folio. Mit eh. Widmung an den Bezirksvorsteher von Meidling und Hetzendorf Alois Zanaschka.
II) Lorenz Alexander Krapp (Ps. Arno von Walden; Präsident des Bamberger Landgerichts, Lyriker und Herausgeber des "Studenten-Musenalmanachs", 1882-1947). Eigenh. Manuskriptfragment. O. O. u. D. 1 S. Gr.-8vo.
III) Gaudentius Koch (Kapuziner und Liederdichter, 1867-1944). O. O. u. D. 1 S. Gr.-8vo.
IV) Joseph Kitir (Lyriker, 1867-1923). "Geheime Macht". Gedr. Gedicht mit eigenh. Namenszug. Titel und 16 Zeilen auf Doppelblatt. 8vo.
Von Briefen an Dritte liegen vor:
I) Louise Kaulich-Lazarich (Sängerin, 1856-1939). Eigenh. Briefkarte mit U. Wien, 17. IX. 1896. 2 SS. Kl.-8vo. An einen namentlich nicht genannten "Colega".
II) Wilhelm Kleinecke (Komponist und Musiklehrer, 1851-1909). Eigenh. Postkarte mit U. O. O., 4. IX. [vor 1910]. 1 S. Qu.-8vo. An einen montagebedingt nicht identifizierten Adressaten.
III) Karl Erasmus Kleinert (Schriftsteller und Journalist, 1857-1933). Eigenh. Brief mit U. Wien, 25. X. 1924. 1½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An den Direktor des Zentralausschusses zur Heimatforschung in Wien XII.
IV) Ludwig Koessler (Jurist und Volksbildner, 1861-1927). Ms. Brief mit eigenh. U. Wien, 24. XI. 1926. 2 SS. 4to. An den Schriftsteller Edmund Skurawy.
Alle Schriftstücke alt auf Trägerpapier montiert, wodurch die jeweiligen, teils mit Adressen versehenen Verso-Seiten größtenteils unlesbar sind.





