Broch, Hermann, Schriftsteller (1886-1951). 5 ms. Briefe und 3 (2 eigenh. und 1 ms.) Briefkarten mit U., alle mit eh. Paraphe bzw. Initialen.

Princeton, NJ & New Haven, CT, 1946-1950.

Zusammen 9 SS. auf 8 Bll. Verschiedene Formate. Zwei Karten mit eh. Adresse. Mit 5 ms. adr. Kuverts.

 8.500,00

An den ebenso wie Broch emigrierten Musikwissenschaftler Viktor Zuckerkandl (1896-1965): "[...] Mir sind zwei Romane aus heiterer Hölle in den Schoss gefallen - einer ist gottlob fertig -, und dadurch ist wieder alles andere, was mir wichtiger erscheint (Erkenntnistheorie und Politik) in den Hintergrund geraten. Und ansonsten erscheint mir in dieser Welt alles unwichtig und prekär. Man kann nicht mehr für die Ewigkeit arbeiten, da sie hinter einem liegt. Und da ich blöd genug bin, mich davon über Gebühr bedrücken zu lassen, geht es mir auch körperlich ein bisschen unglänzend. Meine Müdigkeiten sind etwas abnormal und werden mit Vitamins, Hormonen, Eisen, Kalkpräparaten bekämpft, manchmal nicht erfolglos [...]" (29. XI. 1950). Weiters finden sich in Brochs Schreiben ausführliche Gedanken über die Geisteswissenschaften und verschiedene Romane.

Ein undatiertes Schreiben auf Transparentpapier (Durchschlag) mit dem ms. Text von Brochs Gutachten über Zuckerkandls aktuelles Forschungsprojekt und sechszeiliger paraphierter Grußnote an Zuckerkandl: "Liebster, hoffentlich sind Sie mit Nachstehendem einverstanden. MS folgt, wenn möglich (auch wenn's den Autor - üblicherweise - erbittert) mit meinen Kommentar-Bemerkungen [...]".

Art.-Nr.: BN#30842 Schlagwort: