Gellert, Christian Fürchtegott, Dichter und Philosoph (1715-1769). Eigenh. Brief mit U.

Leipzig, 13. XI. 1759.

1 S. auf Doppelblatt mit Adresse verso (Faltbrief). 4to.

 2.500,00

An einen Hrn. Gerstöcker, "Maitre de langue" zu Meißen: "Ich danke Ihnen ergebenst für die mir überschickten Gedichte, in denen mir vieles gefallen hat, und erstaune mich über die Gelassenheit, mit der Sie Ihr Schicksal ertragen und den Ausspruch beweisen, daß der nicht unglücklich ist, der das Unglück gelassen trägt. Zugleich ersuche ich Sie, Ihren Herrn Bruder, der an mich geschrieben hat, zu versichern, daß ich ihm bey seinem künftigen Auffenthalte auf unserer Academie so gut dienen werde, als ich andern fleißigen Studenten zu dienen mich bemühe [...]." - Die Reynolds'sche Briefausgabe verzeichnet keine Schreiben von, an oder über einen Gerstöcker bzw. Gerstäcker. Der Adressat ist möglicherweise zu identifizieren mit dem späteren Pegauer Amtsaktuarius Johann August Gerstäcker, der 1772 Kurfürstlich Sächsischer Amtmann zu Zwickau wurde und sich im selben Jahr mit einem Gellert-Zitat in das Stammbuch des sächsischen Beamten Thomas von Wagner einschrieb (GNM Hs. 113064c).

Oben rechts Empfängervermerk: "Accep. d. X. Decembr. 1759". Etwas braunfleckig; Faltspuren; das Gegenblatt am äußeren Rand beschnitten, der Siegelausriss alt hinterlegt. Auf der Innenseite hs. Besitzvermerk "H. Mebesius, possessor. 1839".

Nicht in: J. F. Reynolds (Hg.), C. F. Gellerts Briefwechsel Bd. 2 (1756-1759).

Art.-Nr.: BN#38148 Schlagwort: