Der Casus Belli des Bayerischen Erbfolgekriegs

[Maria Theresia, Erzherzogin, Königin von Ungarn (1717-1780)]. Zeitgenössische Abschrift des Patents zur Besitznahme Niederbayerns und der Oberpfalz.

Wien, [15. I. 1778].

2 SS. Folio

 200,00

Nach dem Tod von Kurfürst Maximilian III. Joseph (1727-77) erhob Maria Theresia mit dem vorliegenden Dekret Anspruch auf Kurbayern und die Kurpfalz und löste dadurch den Bayerischen Erbfolgekrieg mit Preußen (1778/79) aus: "Demnach es dem unerforschlichen Willen Gottes gefahlen hat, den Durchlauchtigsten Fürsten, und Herrn Maximilian Joseph in Ober- und Niedern Bayern, auch der Oberen Pfalz etc etc. Unseren Villgeliebten Herrn Vötter aus diesen vergänglichen leben abgefordert, und also durch diesen betriebten Todfahl der Curbaieri[sche] Wilhelminische Manns Stammen erloschen ist, so erklären wir hiermit, und geben zu wissen, daß vermög den von Kaiser Sigismundo von 1426 dem Herzog Alberth von Oesterreich ertheilten wirklichen Belehnung alle die jenige Lande, Districta in Nieder, und ober Baiern, auch der oberen Pfalz, welche die damalige mit dem Herzog Johann von Baiern erloschene Straubing[isch]e Linie besessen hat, Unsern Erzhause wirklich angefahlen seye [...]".

Die preußische Kriegserklärung erfolgte am 4. Juli 1778, allerdings konnte der Krieg ohne nennenswerte militärische Auseinandersetzungen bereits am 13. Mai 1779 durch den Frieden von Teschen beendet werden. Im Friedensvertrag verzichtete Österreich gegenüber Preußen und den Wittelsbachern auf den Großteil seiner Gebietsansprüche und erhielt im Gegenzug das sogenannte Innviertel.

Ohne die im Original vorhandene Titulatur. Mit Tintenflecken. An den Rändern beschmutzt und leicht gebräunt.

Maria Theresia, Manifeste, welche von Ihro Röm. Kais. auch Kais. Königl. Apost. Majestäten, nach dem Hintritt Sr. Churfürstl. Durchlaucht in Bayern Maximilian Josephs, zu publiciren verordnet worden (Prag, Schönfeld,1778).

Art.-Nr.: BN#51948 Schlagwörter: , ,