Müller-Meiningen, Ernst, Politiker (1866-1944). Eigenhändige Sentenz mit U.

München, 16. VII. 1928.

1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Umrahmung, gedr. Fußzeilen "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'" und gedr. Formular für biograph. Daten, aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm).

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"Deutschlands Zukunft? Hängt ab von dem Glauben der Nation, an ihre eigene Größe. Und er wird uns nicht täuschen, wenn es gelingt, - die deutschen Laster (Zwietracht, Eigenbrötelei, Mangel an Gemeinsinn) mit den alten deutschen Tugenden (Fleiß, Gewissenhaftigkeit, Pflichttreue, Reinlichkeit der Sitten) zu überwinden. Der Lohn solcher Arbeit wird sein Einigkeit, Freiheit u. Ehre. Just das, was wir am dringendsten brauchen nach der Gesundheit unseres Volkes, für die wir rastlos arbeiten [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928).

Ernst Müller-Meiningen befürwortete die Wahl Paul von Hindenburgs zum Reichspräsidenten und betrachtete die Republik als eine aufgezwungene Staatsform. 1924 verließ Müller-Meiningen zuerst den Landtag, dann die DDP und zog sich schließlich - obwohl von der rechtsliberalen Deutschen Volkspartei umworben - vollkommen aus der Politik zurück. Seine juristische Karriere gipfelte 1928 in der Ernennung zum Senatspräsidenten am Obersten Landesgericht.

Koslowsky 237.

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